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„… nicht mehr auffindbar nach dem dritten“

Rückkehr zur Vernunft: 
Auch die andere Seite hören!

 

Wann merken die Zauberlehrlinge der radikalen Mitte von Grün bis CSU, dass sie an der atomaren Zündschnur herumspielen?

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Die verheizte Generation

Ein Kabinett von Kriegsdienstverweigern will das Comeback der Wehrpflicht — junge Menschen sollen für deren verfehlte Außenpolitik strammstehen und vielleicht sterben.

Uwe Froschauer 

 


zur Wahl:

„... es kommt, weil die Mitte versagt hat.“

 


„Braucht man Parteien wie FPÖ oder AfD? Braucht man Rechte? 

Sie brauchen diese Parteien, um Ihre Schuld kompensieren zu können. (...) Sie sind zu weiß, Sie sind zu reich, Sie sind zu heterosexuell. Sie fahren zu viel Auto, Sie essen zu viel Fleisch und Sie heizen falsch. (... Hier) kommen die Rechten ins Spiel.

Nicht nur, dass diese schlimmer sind als Sie: Sie fahren noch mehr Auto, essen noch mehr Fleisch und sind noch heterosexueller. Die besitzen auch noch die Unverfrorenheit, sich nicht einmal ansatzweise für ihr Tun und ihr Sein zu schämen. Und damit haben Sie, meine Damen und Herren, endlich das ausgelagerte Feindbild, das Sie brauchen, um sich nicht länger dem Konflikt mit Ihrem eigenen Selbst stellen zu müssen.

(...) Wären die nicht rechts, wären Sie nicht links. Wären die nicht schlecht, wären Sie nicht gut. Und weil dieser Selbstbetrug das einzige Erlösungsversprechen ist, was Ihnen seit Ihrem Austritt aus der katholischen Kirche geblieben ist, haben sie ihn unter dem Schlagwort Kampf gegen Rechts sogar institutionalisiert. (...)          (Lesefrüchte)


  



Aktuelle Videotipps:


Braucht man Parteien wie FPÖ oder AfD? Braucht man Rechte? 
Ausschnitt aus einem Wiener Theater-Projekt. Treffend und humorvoll
Gespräch mit Wolfram Elsner: Taiwan-Konflikt, Machtspiele USA & Wirtschaftskrieg
Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz: Russland - und wie weiter? 
Dr. Stefan Homburg: Rückschau auf die Corona-Krise Vortrag vom 20.04.2024 in Zürich, 20 Minuten Knappe, übersichtliche Darstellung der Fehler anhand amtlicher Dokumente 
Gespräch mit Ulrike Guérot: Ausblick vom Rand des Abgrunds 
Höchst interessante Einblicke in Situation von Politik, Recht, Wissenschaft und Kultur 
Bisher bestes Gespräch!

Punkt.Preradovic mit Anthony Lee 
Sehr informativ über die Probleme der Bauern: Es geht um die Kontrolle über die Nahrungsmittel: Konzerne gegen bäuerlichen Mittelstand.
  Hochinteressantes Video über die neue Pisa-Studie
Philipp Kruse: Die WHO-Reformprojekte zur Pandemiebekämpfung
„Mit erschreckender Klarheit erläutert der Jurist Phillip Kruse vor Richtern und Staatsanwälten, wie mit der WHO unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes nationale Selbstbestimmung und garantierte Freiheiten beschränkt werden sollen.“ (W.Wodarg)
Michael Meyen: Wie ich meine Uni verlor!
Bestes Meyen-Gespräch mit tiefen Einblicken in seine Geschichte

Hier geht es zu weiteren aktuellen Videotipps; wir wollen die Liste an dieser Stelle kurz halten, aber der folgende alte Tipp hat hier seinen Ehrenplatz:

Pohlmann trifft auf Elke Kahr  — KPÖ in Graz mit 28,8 % an der Spitze - 
   Frage: Wie haben Sie das gemacht? Ab Minute 16:00 - unbedingt sehenswert!
  update: Inzwischen ist Frau Kahr Bürgermeisterin von Graz. Hier ein Interview mit ihr vom April 2023

Weitere Videotipps


 

Pressefreiheit gibt es nicht, solange Julian Assange im Gefängnis ist.

 


 

Aktuelle Lesetipps:

                                   zum Lesetipp-Archiv


12.06.2024

  • Norbert Häring: OECD macht Smartphones für Bildungsrückgang verantwortlich – Medien drehen den Tenor um Die Schulschließungen in der Corona-Zeit, die man zunächst für die Hauptursache des Leistungsabfalls gehalten hatte, haben nach Einschätzung von Andreas Schleicher, dem Bildungsverantwortlichen der OECD, nur in zweiter Linie eine Rolle gespielt. Schleicher sagte der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter: „Der Zusammenhang zwischen den Schulschließungen und dem Wissensverlust ist nicht so stark wie der Zusammenhang, den wir sehen zwischen Smartphonenutzung der Schülerinnen und Schüler und den sinkenden Lernleistungen.“
    Schweden und Dänemark haben aus solchen Gründen jüngst die Nutzung von digitalen Geräten im Unterricht stark zurückgefahren. (...)
    DPA verkehrt Tenor der Studie ins Gegenteil (...)
    Der Spiegel schaffte auf Basis der DPA-Meldung das Kunststück, den Tenor der Studie in der Überschrift komplett umzudrehen. Das Magazin titelte: „OECD empfiehlt gezielten Einsatz von Handys im Unterricht“ und textete im Vorspann: „Schülerinnen und Schüler, die ständig aufs Handy starren, kommen nicht zum Lernen. Aber wenn Mobiltelefone gezielt im Unterricht eingesetzt werden, kann das sogar den Lernerfolg steigern. Das zeigt eine OECD-Studie.“ 


    "Buyx faselt"
    führt zur Strafanzeige gegen Maßnahmenkritiker Homburg



    11.06.2024

  • Jens Berger: Die AfD und der Schraubenschlüssel im Getriebe
    Das gute Wahlergebnis der AfD bei den Europawahlen ist einmal mehr der große politische Aufreger. Die Protagonisten aus Politik und Medien schwanken dabei mal wieder zwischen Wählerbeschimpfung und Dämonisierung und zeigen damit, dass sie nichts verstanden haben. Eingespielte Empörungsrituale. So paradox es sich anhören mag: Die Erfolge der AfD lassen sich in weiten Teilen mit ebenjenen Kampagnen erklären, mit denen die Partei dämonisiert werden soll. Wer die AfD wählt, zeigt dem Establishment an der Wahlurne den Stinkefinger, er wirft den Schraubenschlüssel ins Getriebe des politischen Systems und wird mit der auch nun wieder in den Medien zelebrierten Aufregung dafür belohnt. Stellt sich nur die Frage, ob das Establishment das nicht sehen kann oder nicht sehen will. Vielleicht ist es ja auch ganz anders und die AfD ist ein elementarer Schlüssel zum Erhalt des Systems. (...)
    Stimmen für die AfD sind in großen Teilen auch ein Anzeichen für Unzufriedenheit. Unzufriedenheit ist in der medialen Debatte freilich kein Tabu. Doch es gibt gute und schlechte Unzufriedenheit. Die Unzufriedenheit mit der Klimapolitik der Regierung ist in der medialen Deutung beispielsweise eine „gute Unzufriedenheit“, während Unzufriedenheit mit der Migrationspolitik eine „schlechte Unzufriedenheit“ darstellt. Was nun genau gut und schlecht ist, entscheiden die Gralshüter des politischen Diskurses in den Redaktionsstuben, und zwar nicht nach demokratischen, sondern nach sehr subjektiven Maßstäben. 
     
  • Giorgio Agamben: Die Erfindung des Feindes
    Europa braucht seinen Feind, wenn es alles aufgegeben hat, an was es einmal glaubte. Russland dafür zu wählen, ist nicht besonders kreativ.
    (...) Die Geschichte zeigt, dass, wenn die Prinzipien, die die eigene Identität sichern, aus irgendeinem Grund versagen, die Erfindung eines Feindes das Mittel ist, das eine – wenn auch prekäre und letztlich ruinöse – Auseinandersetzung mit ihm ermöglicht. Genau das geschieht jetzt vor unseren Augen.
    Es ist klar, dass Europa alles aufgegeben hat, woran es glaubte – oder zumindest jahrhundertelang glaubte: seinen Gott, die Freiheit, die Gleichheit, die Demokratie, die Gerechtigkeit. Wenn die Religion, mit der sich Europa identifizierte, nicht einmal mehr von den Priestern geglaubt wird, hat auch die Politik längst ihre Fähigkeit verloren, das Leben der Menschen und der Völker zu lenken. Wirtschaft und Wissenschaft, die an ihre Stelle getreten sind, sind in keiner Weise in der Lage, eine Identität zu garantieren, die nicht die Form eines Algorithmus annimmt. Die Erfindung eines Feindes, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt, ist in diesem Moment die einzige Möglichkeit, die wachsende Angst vor all dem, woran man nicht mehr glaubt, zu stillen.
    Man möchte ergänzen, dass in Deutschland noch ein innenpolitischer Feind gebraucht wird: „Rächts!“


    07.06.2024

  • David Goeßmann: Bleiernes Deutschland: : Warum politische Illusionen unser Hauptproblem sind Ungleichheit und Armut, Ausgrenzung von Minderheiten, Diffamierungen von Kritiker:innen und die Unterstützung von militärischer Gewalt hat es wie in anderen Staaten der Welt in Deutschland also immer gegeben, trotz aller Verbesserungen und positiven Entwicklungen, die von unten erkämpft wurden.
    Doch in den letzten zwei, drei Jahrzehnten hat sich die deutsche Politik in eine unheilvolle Richtung gewendet. Damit einher ging ein schleichender gesellschaftlicher Erosionsprozess, während selbst der Anspruch auf sozialen Ausgleich, demokratische Stärkung der Öffentlichkeit und die Förderung einer globalen Frieden- und Wohlstandspolitik mehr und mehr hinter bloßer Rhetorik verschwand. Statt Fortschritt gab es Rückschritte.
    Um die Abkehr von allgemeinem Wohlstand und Werten zu kaschieren, wurden dabei Illusionen erzeugt darüber, was die Politik tatsächlich antreibt. 


    06.06.2024

  • RT-DE: Fico äußert sich erstmals nach dem Attentat
    Das Attentat auf ihn, das er am 15. Mai nur knapp überlebte, sieht der slowakische Ministerpräsident Robert Fico nicht als Tat eines Einzelnen. In einem ersten Videoauftritt geht er mit der Opposition und ihren Förderern in der EU ins Gericht.
    Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus vor einigen Tagen hat sich der slowakische Ministerpräsident Robert Fico heute erstmals zu Wort gemeldet. Nachdem er sich bei den Klinik-Mitarbeitern bedankt und angekündigt hatte, Ende des Monats sein Amt wieder aufzunehmen, sagte er:
    "Es ist Zeit für mich, den ersten Schritt zu machen. Und das ist Vergebung. Ich fühle keinen Hass auf den Fremden, der auf mich geschossen hat."
    Er sieht seinen Angreifer, den er auch juristisch nicht verfolgen will, als Instrument:
    "Letztlich ist es offensichtlich, dass er nur ein Bote des Bösen und des politischen Hasses war.
    (…) Es ist damit zu rechnen, dass die Antiregierungsmedien, die aus dem Ausland finanzierten NGOs und die Opposition anfangen werden, den Mordanschlag auf mich kleinzureden." 
     
  • Thomas Oysmüller: WHO-Manöver: Österreichs Gesundheitsminister muss Antworten liefern — Mit Statutenbruch zum Erfolg (...) 
    Am letzten Tag wurde nach 21 Uhr die letzte Version der Änderungen der Gesundheitsvorschriften (2005) präsentiert und sogleich beschlossen. Dabei gab es keinen „klassischen“ Abstimmungsvorgang, es wurde lediglich gefragt, ob jemand Einwände hätte. Da sich niemand meldete, wurde das Papier als beschlossen präsentiert. Im Anschluss konnten sich die einzelnen Teilnehmer (Länder bzw. Ländergruppen) zu Wort melden und ihre Statements zu dem beschlossenen Papier abgeben.
     
  • Herbert Ludwig: Lügen bis zuletzt – Pistorius musste Impf-Pflicht für Soldaten aufheben Bundesverteidigungsminister Boris Pistolius verteidigte permanent die Impf-Pflicht für die Soldaten der Bundeswehr, indem er mit dreister Schamlosigkeit entgegen der offenen Fakten noch immer einen Übertragungsschutz der Corona-Impfbrühe behauptete. Nun hat er im Prozess eines Soldaten unmittelbar vor der mündlichen Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts in einer überraschenden Rückzugsbewegung die Soldaten-Impf-Pflicht aufgehoben. Prof. Stefan Homburg legt auf gewohnt präzise Weise mit nachprüfbaren Links in einem neuen Video seines Youtube-Kanals „homburgshintergrund“ die Hintergründe dar. Wir bringen nachfolgend das Transkript des Videos.
    Hier geht es direkt zum Video.


    05.06.2024
     

  • Norbert Häring: Wir sind das Schlachtfeld für die „kognitive Kriegsführung“ der Nato Die immer intensivere Manipulation, Zensur und Gleichrichtung der Medien ist Teil der „kognitiven Kriegsführung“ der Nato. Jüngste Eskalationsstufen in diesem Kampf der Militärs um die Köpfe sind eine schnelle Eingreiftruppe der EU für „hybride Bedrohungen“ und das Fußball-Sponsoring der Waffenschmiede Rheinmetall. Perfider ist jedoch das Agieren auf dem Schlachtfeld Schule.
    (... Es folgen mehere Seiten äußerst lesenswerter Ausführungen)

      Fazit: Militär und Geheimdienste sind immer dabei

    Wer vermutet, dass bei der grassierenden Zensur- und Gehirnwäsche stets im Hintergrund Militär und Geheimdienste mit am Werk sind, kann also auf vielfältige Beispiele verweisen. Zusammenfassend haben wir festgestellt, dass:
    • die Nachrichtenagenturen und Correctiv auf Basis eines von Militärs entwickelten Rahmenwerks und unter Aufsicht einer Vertreterin des US-Militärs regierungskritische Nachrichten und Analysen per Faktencheck diskreditieren und so die Berichterstattung der wichtigen Medien auf Linie halten,
    • die Vizechefin der österreichischen Medienaufsicht den militärisch-geheimdienstlichen Hintergrund von Regeln des Digital Services Act gegen „schädliche Inhalte“ bestätigt hat,
    • die FDP-Fraktion im Bundestag die Einrichtung eines Zentrums für hybride Kriegsführung fordert,
    (... Es folgen 8 weitere Punkte)

      Diese Analyse hat Konsequenzen
    für die Beantwortung der Frage, warum in den letzten Jahren so viele Menschen so bereitwillig akzeptiert und sich oft auch daran beteiligt haben, elementare Grundrechte außer Kraft zu setzen und Mitmenschen, die das nicht hinnehmen wollten, zu diffamieren und auszugrenzen.
    Durch intensivste Propaganda wurde planmäßig Folgsamkeit mit der Systemfrage verknüpft und Kritik zu einer Bedrohung des Systems hochstilisiert. (...)
    Die große und wichtige Frage ist: Warum wurde Corona zu einem Schlachtfeld der kognitiven Kriegsführung gemacht? Worin lag die militärisch-geostrategische Bedeutung der Corona-Maßnahmen?
     
  • David Vine und Theresa Arriola: Der Militärisch-Industrielle Komplex bringt uns alle um (Red.) Die aktuell wichtigste Frage lautet: Wie befreien wir uns von dem Monster, das unseren Planeten und unsere Zukunft – uns alle Menschen! – vernichtet? Die Macht des Militärisch-Industriellen Komplexes (MIC) wird weltweit unterschätzt. Es ist unendlich wichtig, zu verstehen, wie der MIC seinen korrupten Einfluss auf die US-Politik legalisiert hat. (cm)
    Wir müssen darüber sprechen, was Bomben im Krieg anrichten. Bomben zerfetzen Fleisch. Bomben zertrümmern Knochen. Bomben zerstückeln. Bomben lassen Gehirne, Lungen und andere Organe so heftig erzittern, dass sie bluten, platzen und nicht mehr funktionieren. Bomben verletzen. Bomben töten. Bomben zerstören. 
    Aber Bomben machen auch Menschen reich.
    Wenn eine Bombe explodiert, profitiert jemand. Und wenn jemand profitiert, fordern Bomben weitere unsichtbare Opfer. Jeder Dollar, der für eine Bombe ausgegeben wird, ist ein Dollar, der nicht dafür ausgegeben wird, ein Leben vor einem vermeidbaren Tod zu retten, ein Dollar, der nicht für die Heilung von Krebs ausgegeben wird, ein Dollar, der nicht für die Ausbildung von Kindern ausgegeben wird. Deshalb hat der pensionierte Fünf-Sterne-General und Präsident Dwight D. Eisenhower vor so langer Zeit die Ausgaben für Bomben und alles Militärische zu Recht als „Diebstahl“ bezeichnet.


    04.06.2024

  • Tom J. Wellbrock: Weil der Westen es will: Es wird Krieg geben
    Die Argumentation des Westens – und auch Deutschlands – hat sich geändert. Dadurch begibt er sich in eine Situation, aus der er, selbst wenn er es wollte, nicht mehr so leicht herauskommt. Man kann sich den Kopf darüber zerbrechen, welchen Antrieb die einzelnen Beteiligten haben, sicher handeln nicht alle aus der gleichen Motivation heraus. Allen gemein ist aber die Verantwortungslosigkeit gegenüber den Menschen, die keinen Krieg wollen.
    Russland greift die Welt an?
    Nach und nach hat sich das Narrativ verändert. Während es bisher meist hieß, mit der Verteidigung der Ukraine sei auch die der westlichen Demokratie verbunden, ist die Erzählung nun eine andere. Man spricht jetzt von Wladimir Putins weltweitem Einfluss, unter anderem in den BRICS-Staaten oder auch Ländern in Südamerika oder Afrika. Überall dort nehme Russland aggressiv Einfluss und bedrohe damit den Westen mit samt all seiner großartigen Werte.
    Zu Teilen stimmt diese Erzählung sogar, Russland – aber auch China – bemüht sich intensiv um gute Beziehungen zu zahlreichen Ländern. Zumeist erfolgt das aus wirtschaftlichen Erwägungen. Der Dorn im westlichen Auge ist wohl die Tatsache, dass diese Kooperationen diesen Namen auch verdienen. Und natürlich, dass die Akzeptanz des Westens in immer mehr Ländern einem Tiefpunkt entgegensteuert, wenn dieser nicht schon erreicht ist.
    Die lächerliche Behauptung, Russland zöge nach einem Sieg über die Ukraine in Richtung Berlin und anderer zutiefst demokratischer Hauptstädte, glaubt anscheinend selbst der Dümmste inzwischen nicht mehr, und man muss kein Genie sein, um zu begreifen, dass solche Ausdehnungsversuche erstens nicht im Sinne Russlands sind.


    03.06.2024

  • Leo Ensel: Wir Schlafwandler – oder: „Nachmittag Schwimmschule“
    (...)
    Der Rubikon
    In den vergangenen Tagen hat der Westen – haben USA, NATO und seit letztem Freitag auch Deutschland – den Rubikon womöglich überschritten. Mit der nun auch offiziellen Genehmigung an die Ukraine, mittels weitreichender westlicher Waffensysteme – natürlich, wie es als Feigenblatt lautet, „nur zur Selbstverteidigung!“ – russisches Territorium zu attackieren (was wohl auch die Freigabe entsprechender Zieldaten impliziert) und der parallelen Diskussion, NATO-Truppen in das ukrainische Kriegsgebiet zu entsenden, hat die Eskalationsspirale im Ukrainekrieg eine neue brandgefährliche Umdrehung erreicht, die sehr leicht eine nicht mehr zu stoppende Eigendynamik auslösen und im schlimmsten Falle sämtliche Akteure in den Abgrund ziehen könnte. Mit anderen Worten: Wir haben der Ukraine einen Blankoscheck ausgestellt für Operationen, die wir im Worst Case alle mit unserem Leben bezahlen werden!
     
  • Jens Berger: Mit importierten Fachkräften lässt sich der Pflegenotstand nicht beseitigen Wie nun bekannt wurde, hat Brasilien das erst vor wenigen Monaten mit großem Tamtam mit Deutschland geschlossene Fachkräfte-Abwerbungsabkommen einseitig gekündigt. Das ist nur allzu verständlich, haben Abkommen wie dieses doch klar neokoloniale Züge. Deutschlands Politik steht mit ihrer Strategie, den Fachkräftemangel in wichtigen Sektoren durch importiertes Personal zu lindern, einmal mehr vor einem Scherbenhaufen. (...)
    (Teilzeitkräfte) Gefragt nach den Voraussetzungen, sich vielleicht dennoch für Aufstockung bereitzuerklären, antworteten die Befragten sehr eindeutig – als häufigste Voraussetzungen wurden dabei eine bessere Personalausstattung, ein höherer Stundenlohn und verlässlichere Dienstpläne und deren Einhaltung genannt. Das sind allesamt keine Wünsche, die generell unerfüllbar sind. In einem Gesundheitssystem, das auf Profit und Gewinnmaximierung gepolt wurde, besteht hier jedoch ein Zielkonflikt. (...)
    Eigentlich ist die Lösung doch offensichtlich. Dass die Politik sie nicht sieht, ist wohl eher ein ideologisches Problem. Will man am profitorientierten Gesundheitssystem festhalten, bei dem Arbeitskräfte vor allem als Kosten gesehen werden, wird sich am Pflegenotstand auch nichts ändern; auch dann nicht, wenn man ferne Länder ihres Humankapitals beraubt.
    Der von mir hervorgehobene Satz muss auf viele verschiedene Problemfelder der heutigen Bundesrepublik angewendet werden: z.B. Bahn, Wohnungsbau, Rente. Näheres bei GiB (Gemeingut in Bürgerinnenhand)


    02.06.2024

    Kersten Augustin: „Es ist ein Ersatznationalismus“
    Daniel Marwecki erforscht die Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen. Der Politologe sagt: Die Deutschen schotten sich von der Realität ab. (…)
    Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat nach der IStGH-Entscheidung gesagt, die deutsche Staatsräson werde nun getestet. Wie sehen Sie das?
    Da hat er nicht unrecht. Die Staatsräson kollidiert eben mit dem Völkerrecht, da muss man sich entscheiden. Angesichts der deutschen Rechtslage müsste man die Waffenlieferungen an Israel an Bedingungen knüpfen, wenn nicht gleich ganz einstellen. Zwei aktuelle Klagen fordern genau das. Das ist aber unwahrscheinlich, denn Deutschland teilt mit Israel das Kriegsziel, die Hamas zu zerschlagen. Das scheint nur nicht zu funktionieren, wie viele Experten vorhergesagt haben. (…)
    Deutschland identifiziert sich mit Israel?
    Es ist ein Ersatznationalismus. Er führt auch dazu, dass sich viele in Deutschland nicht vorstellen können, dass Israel in Gaza Kriegsverbrechen begeht. Denn das würde am deutschen Selbstbild kratzen, weil wir daran beteiligt wären. Letztlich schottet sich der deutsche Diskurs damit von der Realität ab. (Quelle: taz)
     
  • Reiner Heyse: Die übergriffige Europäische Union – am Beispiel Rente
    Eine Titelzeile aus dem März 2023: „Spanien und EU-Kommission einigen sich auf umstrittene Rentenreform.“ Kann das sein? Die Gesetzgebung zu Altersversorgungssystemen gehört eindeutig nicht zu den Aufgaben der Europäischen Union (EU). Es ist das Hoheitsrecht jedes europäischen Staates.
    Da sollte auch eine Meldung aus dem Dezember 2022 sehr erstaunen:
    „Im Rahmen des Europäischen Semesters 2019 … wurden 15 EU-Länder aufgefordert, ihre Rentensysteme speziell zu reformieren. Einige von ihnen wurden erneut aufgefordert Reformen des Rentensystems mit dem Next Generation EU-Plan und erneut im Jahr 2022 durchzuführen.“ (Euractiv, 14.12.22)
    Das klingt nicht nur nach massiver Einflussnahme, das wird auch in der Praxis der EU-Kommission verbunden mit unverhüllten Erpressungen durchgesetzt. Unverhüllt heißt allerdings nicht automatisch „öffentlich“ – notwendig wäre es dazu, von den Medien Transparenz herzustellen. Das passiert allerdings nur in homöopathischen Dosen.
    In Frankreich wurde im vergangenen Jahr vorexerziert, was auch im europäischen Rahmen funktioniert. Die geplante Verschlechterung der Rentengesetzgebung durch die französische Regierung war auf heftigsten, millionenfachen Widerstand gestoßen. (Quelle: Seniorenaufstand)


    Der Staat sagt, was wir nicht sagen dürfen, 
    er sagt uns aber zusehends auch, was wir sagen sollen.

    FAZ



    01.06.2024

  • Opablog: Friedensmarsch Berlin 1. Juni 2024, 14 Uhr, Alexanderplatz
    Der Ukraine-Krieg hat heute eine neue Eskalationsstufe erreicht. Das nächste Tabu wird gebrochen, nachdem bereits die USA und Polen den Einsatz ihrer Waffen gegen russisches Territorium genehmigt haben, hat heute auch Olaf Scholz nachgezogen. Sobald Russland direkt angegriffen wird, wird Putins rote Linie überschritten und eine atomare Antwort möglich.
    Wir fordern den Stopp aller Waffenlieferungen und der Finanzierung der Kriegstreiber!
    Wir fordern sofortige Friedensverhandlungen!
    Wir kennen die Hintergründe, genug geredet, lasst uns auf dem Friedensmarsch die Botschaft nach außen tragen.
     
     
  • Hans-Jürgen Bandelt: “Menschenrechte statt rechte Menschen”?
    Teil III: Ein Verein erklärt sich

    Die niedersächsische Aktion #sportgegenrechts/#sportfürdemokratie wurde vereinsintern wohl – wenn überhaupt – höchstens sporadisch kritisiert. Ein Verein jedenfalls weist die Kritik explizit zurück – mit den woken Standardfloskeln und böswilligen Unterstellungen.
    Die Anrufung von “demokratischen Grundwerten”, die angeblich mitzugestalten seien, entspringt dabei nicht dem Grundgesetz, wo auf keinerlei Werte Bezug genommen wird, sondern dient der Einhegung von Gesinnung und Gleichschaltung von Einstellungen. So reiht sich die törichte Vereinsaktion zur Mobilisierung “gegen rechts” in eine fatale Entwicklung ein, die schleichend seit mehr als einem Vierteljahrhundert währt und Teil der woken Bewegung geworden ist. Vereine und die Staatskirchen sind die wesentlichen Pfeiler der Zivilgesellschaft: Dort treffen sich Menschen und tauschen sich über Probleme des täglichen Lebens aus. Es ist kein Zufall, daß in fast allen Bereichen der Zivilgesellschaft in diesem Jahr (wegen mehrerer anstehender Wahlen) das Halali gegen “rechte” Menschen geblasen wird – in einer Weise, das böse Erinnerungen an 1933 weckt.
    Hans-Jürgen Bandelt hat hier eine hervorragende Artikelserie geschrieben über Ausgrenzung, „gegen rechts“ und die anderen Themen, die sich mit dem Begriff der Wokeness verbinden. Wir werden sie demnächst in den Lesefrüchten vorstellen.

     

    Lesetipps vom Vormonat ...

     

    zum Lesetipp-Archiv

     


    Sicher und wirksam“ haben sie versprochen — 
    bekommen haben wir „plötzlich und unerwartet


     

    Fundstück



    „Wenn Kritik an Corona-Politik ‚rechts’ ist, 
    dann ist meine linke Hand auch rechts.“ 

    Dietrich Brüggemann



     

    Häufig gesehene Parole auf Münchener Anti-Siko-Demos:

     


     

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