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Den Toten des Zweiten Weltkriegs 

Vor dem Beginn des Gedenkjahres zum Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion hier eine Grafik aus der Seite der Bundeswehr 
Siehe auch den Artikel, aus dem der Link auf diese Seite stammt.
Die USA fehlen auf der Grafik. Hier die Ergänzung.

 


 

Sergej Lawrow:

"Die Ukraine ist ein Spielball, ein Werkzeug, das der Westen benutzte, um direkt an den Grenzen der Russischen Föderation einen Brückenkopf zu errichten und so unsere Sicherheit unmittelbar zu bedrohen."
(...)
"Es geht um ein geopolitisches Projekt, das der Westen über Jahrhunderte hinweg immer wieder unternommen hat, um unser Land zu schwächen und zu zerstören."

 


 

Betrifft den Sanktionsfall Hüseyin Droĝru:

Drei Fragen an ChatGBT:

1. Gibt es eine Hilfsorganisation, die Hüseyin Droĝru unterstützt?
2. Gibt es eine Hilfsorganisation, die seine Ehefrau Kinder unterstützt?
3. Gibt es eine Möglichkeit entsprechende Aktivitäten zu unterstützen?


Antwort: (...)  Kurzfazit

1. Offizielle Hilfsorganisation für Hüseyin Doğru
        ❌ Keine bekannte offizielle
2. Hilfsorganisation für Ehefrau & Kinder
        ❌ Keine bekannte spezielle
3. Konto / Adresse für Spenden
        ❌ Keine sichere / rechtskonforme Option derzeit


 


 

„Wir wussten insgeheim, dass die regelbasierte Ordnung von Politik ein Stück weit Augenwischerei war. Uns war klar, dass der Stärkste innerhalb dieser Ordnung sich nicht mehr an die Regeln halten würde, sobald es ihm passte. Die Globalisierung hatte von Anfang an eine Unwucht. Und auch das internationale Strafrecht ist mal mehr, mal weniger rigoros angewandt worden – abhängig davon, wer gerade angeklagt war.“

Kanadas Premier Marc Carney in Davos

 


 

Willkommen in der Ära der Anarchie

Das Jahr nach Trumps Rückkehr auf die politische Bühne zeigt, dass das internationale System nicht mehr nur „aus dem Rahmen fällt”, sondern in eine anarchische Phase eingetreten ist, die völlig außer Kontrolle geraten ist.

 

Die Unterstützung und Legitimierung offener Massaker und Völkermord in Gaza durch die USA;  ... die gleichzeitige Fortsetzung der Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland neben Drohnenangriffen auf Putins Residenz mit Unterstützung der CIA; ... die Entführung eines Staatsoberhauptes und offene Regimintervention in Venezuela; ... und schließlich sogar Grönland, das zu einem begehrten „geopolitischen Objekt“ geworden ist – all diese Entwicklungen sind keine isolierten Krisen. Sie sind Indikatoren dafür, dass ... die sogenannte westliche Hemisphäre ... in einen Prozess des Zusammenbruchs im Stil des Wilden Westens eingetreten ist. Recht, Normen und Institutionen werden durch rohe Gewalt, vollendete Tatsachen und nackte Interessenberechnungen ersetzt.

 


 

                Staatsrechtsprofessor Murswiek:

„Die Sanktion gegen Baud erweist sich als offensichtlicher und schwerwiegender Verstoß gegen 

        — die Meinungsfreiheit, 

        — das Demokratieprinzip und 

        — das Rechtsstaatsprinzip.“

 


Siehe auch:

Papst Leo XIV.: 
"Raum für echte Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt"

 


 

Moshe Zuckermann 
über Donald Trump und dem Überfall mit Kidnapping von Maduro:
 

Es sei ... ein ausfällig-vulgärer hebräischer Slangausdruck bemüht: 

„Vom Sprungbrett pinkeln“

Bedeutung:

1. offene und freche Missachtung von Regeln, Normen oder
    anderen Menschen; 
2. absichtliches und provokatives Handeln, ohne jede Scham; 
3. mitunter auch eine Zurschaustellung von Macht 
    bzw. Überlegenheit. 

 

Das Bild stammt aus der Sphäre der Schwimmbecken: Das Sprungbrett ist der höchste und auffälligste Ort, und die Handlung selbst stellt ein eindeutiges gesellschaftliches Tabu dar. Die Kombination erzeugt das Bild einer verbotenen Handlung, die offen sichtbar und besonders provokativ ist, aber eben nicht im Verborgenen, sondern “von oben herab”, vor aller Augen stattfindet.“

 


 

Aber im Großen und Ganzen ist die Welt bei uns noch in Ordnung — oder?

 


 

Freiheit für Arne Schmitt

Wenn Musik GEFÄHRLICH ist
 


 

Wie sorgt man dafür, die AfD groß und stark zu machen?

 

1. Man macht selber eine grottenschlechte Politik und belügt die Wähler.
2. Man übertreibt Kritik an der AfD zur maßlosen Hetze.

3. Mit offensichtlicher Ungleichbehandlung in fast allen Bereichen.
4. Mit Beugung des Rechts bis [an die Bruchgrenze.]
Änderung am 24.12.2025:
... bis weit über die Bruchgrenze hinaus.

 

So verschafft man der AfD eine Aura vom Underdog, 
die Mitleid für sie und Empörung gegen die Altparteien hervorruft.

 

Siehe OB-Wahl in Ludwigshafen hier und hier

 


Aufruf zur Unterstützung des Weimarer Richters
Christian Dettmar


 

Aktuelle Videotipps:

 

Wie Iran den US-Israel-Regimewechsel stoppte: Pascal Lottaz mit Hugh Miles
„Wie schafft es eine „zusammengewürfelte“ Opposition, 50.000 Starlink-Terminals in eine stark sanktionierte Festung zu schmuggeln? Das jüngste Chaos in Teheran war kein echter Aufstand, sondern eine von den USA und Israel orchestrierte Operation zum Regimewechsel. Ihr Scheitern bedeutet viel für die US-Hegemonie in der Region.“
Darüber hinaus spricht Miles über seine hochinteressanten Ansichten zur Zukunft Israels.
► Prof.Manfred Spitzer: Von der digitalen Demenz zur Smartphone-Pandemie
lebendig, humorvoll, höchst-interessant
Pascal Lottaz im Gespräch mit Hans-Georg Maßen 
   Ex-Verfassungsschutz Präsident spricht Klartext zu Sanktionen
► Glenn Diesen mit Scott Ritter: Die USA sehen die EU jetzt als Feind
Bitter, aber sehr wichtig
► Pascal Lottaz:DDR Historiker Enthüllt Die (Alten) Lügen Der NATO 
Gespräch mit dem Historiker Dr. Lothar Schröter über die Vorgeschichte des Kriegs in der Ukraine 
► Asymmetrische Rechtsprechung — Manova-Gespräch mit mit Rudolph Bauer, Alexander Christ und Ulrike Guérot
► Pascal Lottaz: Die wahre Tomahawk-Geschichte ist schlimmer, als du denkst.
Äußerst erhellende Darstellung der Lage, in der sich die USA befindet
► Aya Velásquez - AG Impfpflicht - Bodo Schiffmann -ChatGBT
Interessantes Video: Schiffmann hat das ganze E-Mail-Dokument hochgeladen und ChatGBT fällt ein vernichtendes Urteil über diese staatliche AG Impfpflicht.
► In Oval.Media: Tanzende Krankenschwestern
Nicht das Video selbst ist das Interessante daran, sondern die Frage: Wer und Warum?
► Milena Preradovic: „Deutschlands Kriegskurs krachend gescheitert“
Äußerst interessantes Gespräch mit Dr. Erich Vad
5G-Musterstadt Stockholm - So leiden die Anwohner

Neuer Dokumentarfilm zu den Gesundheitsgefahren von 5G
In «5G – The Untold Story» werden Interviews mit Bürgern im schwedischen Stockholm gezeigt, die innerhalb weniger Tage nach der Aktivierung von 5G-Antennen in der Nähe ihrer Häuser ernsthafte gesundheitliche Probleme bekamen. 
China auf dem Weg zur Weltmacht Nr.1 
Wolfram Elsner im Gespräch mir Dirk Pohlmann 
Michael Meyen: Wie ich meine Uni verlor!
Bestes Meyen-Gespräch mit tiefen Einblicken in seine Geschichte

Hier geht es zu weiteren aktuellen Videotipps; wir wollen die Liste an dieser Stelle kurz halten, aber der folgende alte Tipp hat hier seinen Ehrenplatz:

Pohlmann trifft auf Elke Kahr  — KPÖ in Graz mit 28,8 % an der Spitze - 
   Frage: Wie haben Sie das gemacht? Ab Minute 16:00 - unbedingt sehenswert!
  update: Inzwischen ist Frau Kahr Bürgermeisterin von Graz. Hier ein Interview mit ihr vom April 2023

Weitere Videotipps


 

Aktuelle Lesetipps:

zum Lesetipp-Archiv


29.01.2026

  • Julia Neigel: 2G war völkerrechtswidrig – und Sachsen wusste es: Julia Neigels Entscheidungsschlacht vor Gericht
    Wir erinnern uns:
    Die deutsche Corona-Politik hat in der Bundesrepublik Deutschland Millionen Bürgern das Vertrauen in die seriöse Politik genommen. Die Menschen fühlten sich zum Objekt des Staates degradiert, für pharmazeutische Zwecke missbraucht.
    Noch nie dagewesene Grundrechtseinschnitte seit Bestehen der Republik haben Millionen Menschen in dieser Zeit erniedrigt, diskriminiert, traumatisiert und die Gesellschaft gespalten. Die Rechtsordnung wurde auf dem Kopf gestellt, die Politik führte einen Staatsstreich gegen die zivilen Grundrechte durch. Sie wurden zu Privilegien der Gefolgsamen und die Politik entschied, wer diese Grundrechte noch bekommen darf.
    Wer nicht bei der coronapolitischen Staatsräson mitmachte wurde öffentlich diffamiert, ruiniert, verfolgt und stigmatisiert, von der Mehrheit der Politiker und von Medien vorne an. Künstler litten 21 Monate unter Lockdown und Auftrittsverbot – in vielen Bundesländern beinahe 9 Monate ohne finanziellen Ausgleich. Der Mittelstand und viele kleine Unternehmen wurden mit Monate langen Lockdown niedergestreckt.
    (...)
    Seit Klagebeginn erlebten wir unglaubliche Zustände, die den Klüngel zwischen Politik und Justiz am OVG Bautzen deutlich offenlegten: Das Gericht tat erst mal knapp zwei Jahre rein gar nichts ...
    Unbedingt den ganzen Artikel lesen: eine spannende Geschichte!


    28.01.2026

  • Tobias Riegel: (...) „Gerhard Schröder provoziert durch Vernunft“
    Ex-Kanzler Gerhard Schröder hat in einem Zeitungsbeitrag gegen eine langfristige Dämonisierung Russlands und für eine Wiederaufnahme des Energiehandels mit dem Land plädiert.
    Schröder: „Ich bin ... gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind. Russland, das ist nicht das Land der Barbaren, sondern ein Land mit einer großen Kultur und vielfältigen historischen Verbindungen zu Deutschland. Es bleibt die ‚deutsche Schande‘, dass dieses Land in zwei Weltkriegen von deutschen Soldaten brutal überfallen wurde.“
    Er zitiert die „Charta von Paris für ein neues Europa“: „Sicherheit ist unteilbar. Und die Sicherheit jedes Teilnehmerstaates ist mit der aller anderen verbunden.“
    Schröder weiter: „Damals waren die Türen für das ‚Gemeinsame Haus Europa‘ weit geöffnet. Nicht nur Gorbatschow hatte seine Hand ausgestreckt, später auch Wladimir Putin.“
    (...)
    „Friedenspolitisch stehe ich in der Tradition von Willy Brandt und Helmut Schmidt. Ich setze mich für eine kooperative Sicherheitsordnung ein, die auch von den Vereinten Nationen gefordert wird. Wie aber soll Gemeinsamkeit geschaffen werden, wenn Russland, das größte Land der Erde, ausgegrenzt wird? Oder auch China, der neue Wirtschaftsgigant mit 1,3 Milliarden Einwohnern? (…) Die Entwicklung der Welt und ihrer technisch-ökonomischen Dynamik verlagert sich von West nach Ost. Umso mehr müsste sich Europa von Lissabon bis zum Ural als Einheit verstehen.“
    Für solche Äußerungen kriegt Schröder vom Mainstream mächtig Haue. Auch davon handelt der Artikel. Schön, dass er endlich laut gibt, andere Prominente sollten es ihm nachtun. Die Geschichte wird sie dafür belohnen, wenn die Zeit kommt, in  der alle im Widerstand gewesen sein wollen.    


    27.01.2026

  • Alex Krainer: The most important news from Davos
    Bei tkp: Die wichtigsten Nachrichten aus Davos
    In der vergangenen Woche diskutierten Analysten und Kommentatoren viele Details des jüngsten WEF-Gipfels in Davos. Was jedoch die größte Offenbarung des Forums hätte sein sollen, fand wenig Beachtung.

    In Davos machten Donald Trump und seine Delegation nämlich deutlich, dass die Vereinigten Staaten definitiv ein neues Kapitel aufschlagen: nicht so sehr in Bezug auf Venezuela, Grönland oder andere geopolitische Überlegungen. Die USA ändern ihr Regierungssystem. (...)
    Ich vermute, dass Trumps letztendliches Ziel darin bestehen könnte, die Vereinigten Staaten zum amerikanischen System der politischen Ökonomie von Alexander Hamilton zurückzuführen und sich vom britischen Freihandelssystem zu entfernen (Hervorhebung bm). Der Unterschied besteht darin, dass das amerikanische System Kredite für Industrialisierung und produktive Zwecke vergibt, während das britische Freihandelssystem Kredite für unproduktive Zwecke vergibt, die darauf abzielen, Vermögensblasen aufzublähen und dann platzen zu lassen.
    Der Kontrast zwischen den beiden Systemen wurde von Abraham Lincolns Chef-Wirtschaftsberater Henry C. Carey in seinem Werk „The Harmony of Interests” (Die Harmonie der Interessen) aus dem Jahr 1851 beschrieben. Careys Prosa lässt sich wie folgt zusammenfassen:
    ► Handel vs. Produktion: Das eine System lenkt Kapital und zieht Arbeitskräfte (das Produktionspotenzial eines Volkes) in Richtung Handel und Spekulation, was die Löhne drückt und den Wohlstand untergräbt. Das andere System fördert die Produktion von Gütern, Dienstleistungen und Infrastruktur. Es führt zu höheren Löhnen und einem steigenden Lebensstandard.
    ► Rohstoffe vs. Fertigwaren: Das eine System begünstigt die Massenproduktion von Rohstoffen und Cash Crops für den Handel; es verarmt systematisch die Landwirte und reduziert ihre Beschäftigung. Carey schreibt über Bauern, die den größten Teil der Frachtkosten im Großhandel tragen. Das andere System begünstigt die Produktion von raffinierteren, fertigen Erzeugnissen, die den Markt mit Qualitätsprodukten versorgen und gleichzeitig den Wohlstand der Produzenten steigern.
    ► Export von Produkten vs. Genuss zu Hause: Das eine System schickt massenhaft produzierte Waren ins Ausland, was häufig zu Hungersnöten führt, während das andere System Arbeitskräfte absorbiert, um vielfältige, hochwertige Produkte im Inland herzustellen.
    (...) Es folgen vier weitere Punkte. Unbedingt bei tkp weiterlesen, hochinteressant! (PDF-Sicherung)
     
  • Transition News: Schädliche Auswirkungen von 5G und WLAN erreichen Mainstream — Schwedens größte Tageszeitung veröffentlicht einen Beitrag zu den Gefahren der Mobilfunkstrahlung. Das US-Gesundheitsministerium führt eine unabhängige Studie zu 5G-Risiken durch. Wendet sich das Blatt? Darüber sprach «Transition News» mit Mona Nilsson, Direktorin der schwedischen Stiftung für Strahlenschutz.
    Transition News: Am 19. Januar veröffentlichte Schwedens größte Tageszeitung Aftonbladet Ihren Beitrag über die Gefahren der Mobilfunkstrahlung, den Sie gemeinsam mit Lennart Hardell verfasst haben. Wie präsent sind Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen von WLAN, 4G und 5G in den schwedischen Mainstream-Medien?
    Mona Nilsson: Über die Gefahren der Mobilfunkstrahlung oder von WLAN wird in den schwedischen Mainstream-Medien generell nicht gesprochen. Das Thema scheint auch in den sozialen Medien mit einem Shadowban versehen, also blockiert zu sein. Informationen über schädliche Auswirkungen werden seit rund zehn Jahren komplett zensiert. In den Jahren 2014 und 2015 ist irgendwas passiert. Davor haben die großen Medien sowohl über schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit als auch über Studien berichtet, die Unbedenklichkeit attestierten.
    Transition News: Wissen Sie, woran es liegt, dass über die gesundheitlichen Risiken der Mobilfunkantennen lange nicht mehr berichtet wurde?
    Mona Nilsson: Nun ja, ich vermute, dass die Telekommunikationsbranche mehr Einfluss auf die Medienberichterstattung bekommen hat, allerdings habe ich dafür keine handfesten Beweise.


    26.01.2026

  • Thomas Röper: Trump hatte wohl selten so viel Spaß, wie letzte Woche in Davos
    Was Trump sich letzte Woche gegenüber den Eliten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten herausgenommen hat, war in der modernen Geschichte der internationalen Politik sicher einmalig. Das russische Fernsehen hat das in einem Kommentar zusammengefasst.
    (...) Aber natürlich hat all das einen ernsten Hintergrund, denn diese Woche hat auch den letzten Anhängern des Transatlantizismus vor Augen geführt, dass die Europäer nur Vasallen der USA sind. Und wie jede Kolonialmacht entscheiden auch die USA, wann sie aus „glücklichen Vasallen“ „unglückliche Sklaven“ macht. Diese Formulierung ist nicht von mir, sie ist vom belgischen Premierminister, der damit den heutigen Zustand der EU beschrieben hat.
    Hier übersetze ich einen Kommentar des Moderators des wöchentlichen Nachrichtenrückblicks des russischen Fernsehens, in dem es um die traurige Lage der Europäer und Trumps offene Verachtung für sie geht.
    Beginn der Übersetzung
    Davos war für Trump politisches Trolling
    Während das Verständnis zwischen Russland und Amerika wächst, geraten die Beziehungen zwischen den USA und Europa ins Wanken. Eine bezeichnende Karikatur zeigt Trump, wie er verächtlich auf einen schlichten NATO-Grabstein uriniert, auf dem das Todesjahr 2026 vermerkt ist. Dasselbe Datum findet sich auch auf einem Bild, das eine Gedenktafel für das neue US-Territorium Grönland zeigt. Allen ist also klar, dass Trump Grönland der nordatlantischen Solidarität vorziehen würde, sollte Dänemark sich weigern und sollte der Block Grönland unterstützen.
    Vor diesem Hintergrund flog der US-Präsident zum Treffen mit seinen Verbündeten nach Davos in die Schweiz. Er hatte nicht vor, irgendjemandem dort zuzuhören. Sein Ziel war ein anderes. Trump hatte die Umrisse des Szenarios im Vorfeld online veröffentlicht, was wie offenes Trolling wirkte. Er postete eine Karte Nordamerikas, das komplett in den Farben der amerikanischen Flagge gehalten war, die neben Grönland auch Kanada bedeckt und die Donald Trump einer Gruppe europäischer Kollegen erläutert. (Anm. d. Übers.: Das Bild ist das Titelbild dieses Artikels.)
     
  • Alexandra Nollok: Bürokratische Todesstrafe: Wer EU-Sanktionierten hilft, muss mit jahrelanger Haft rechnen — Keine Nahrung, keine Unterkunft, kein Arzt, kein Anwalt: Der Bundestag hat in aller Stille ein Gesetz beschlossen, das alle mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen bedroht, die von der EU sanktionierten Mitbürgern helfen. Ein deutscher Betroffener kann derweil nicht mal Essen für seine Kinder kaufen.
    Will der deutsche Journalist Hüseyin Droĝru überleben, muss er sich illegal helfen lassen: mit Nahrung, medizinischer Versorgung, Unterkunft und allem, was man benötigt. Denn seit Mai 2025 listet ihn die EU in ihrem 17. Russland-Sanktionspaket als "prorussischen Desinformanten". Dabei hat er nicht einmal über den Krieg in der Ukraine berichtet. Nun sitzt der, anders als von der EU behauptet, ausschließlich deutsche Staatsbürger samt Frau und drei kleinen Kindern, darunter Zwillinge im Säuglingsalter, mittellos in Berlin.
    Seit zwei Wochen verweigern ihm der deutsche Staat und seine Bank sogar den Zugang zum absoluten Existenzminimum. Er könne seine Kinder seither "nicht mit dem Nötigsten wie Nahrung versorgen", schrieb er kürzlich auf X. Die Weigerung liege wohl vor allem daran, dass es kein Gesetz gibt, das den Umgang mit Sanktionierten im eigenen Land regelt. Denn die EU-Repressionen laufen unter dem Label "außenpolitische Maßnahme", was eigene Staatsbürger eigentlich ausschließt. Statt dies zu regeln, um den Tod Betroffener zu verhindern, hat der Bundestag jetzt die Repressionen gegen Unterstützer verschärft: Wer Droĝru hilft, dem drohen fünf bis zehn Jahre Haft.


    25.01.2026

  • Shir Hever: „Ein Völkermord ist auch Selbstmord“ – über die Auflösung der israelischen Gesellschaft Aus dem Englischen übersetzt von Maike Gosch
    NDS: Was wird aus Israel? Unser Gastautor berichtet in diesem Artikel über den Zustand des Landes und gibt eine Übersicht über die verheerenden wirtschaftlichen und psychischen Folgen des Krieges auch für die eigene Bevölkerung – von „Super-Sparta“, dem Zerbrechen der eigenen Erzählung, über Drogensucht bis zur massiven Auswanderung.
    Am 7. Oktober 2023 begannen viele Israelis, davon zu sprechen, dass der Staat Israel „verschwunden“ sei. Diese Aussage bezog sich zunächst auf das Versagen des Militärs, rechtzeitig zu reagieren und seine Bürger zu schützen. Professor Moshe Zimmermann kommentierte in einem ausführlichen Interview, dass der Staat Israel von der zionistischen Bewegung gegründet worden sei, um einen sicheren Hafen für Juden weltweit zu schaffen, und dass der Angriff vom 7. Oktober daher das Ende des zionistischen Projekts bedeutete.
    Aber anstatt zusammenzubrechen, stellte der Staat Israel auf Kriegswirtschaft um, leitete Ressourcen in das Militär und kaufte Waffen im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar. In seiner Rede am 15. September 2025 bezeichnete Benjamin Netanjahu diesen Prozess als die Entwicklung Israels zu einem „Super-Sparta” – isoliert, autark, militaristisch. Seine Rede löste in Israel Panik aus und die Börse brach ein. Am nächsten Tag ruderte Netanjahu zurück. Doch unabhängig davon, ob man es „Sparta” nennt oder nicht, die Fakten vor Ort sind klar: Das Sozialsystem Israels ist ausgehöhlt, und der Lebensstandard ist gesunken.
    Durch die Erschütterung über die Ereignisse in Gaza und der Menschen, die dort leben, ist (mir) ganz aus den Blickfeld geraten, was das alles mit Israel und den Israelis anstellt. Auch das ist entsetzlich, Shir Hevers führt es im Artikel klar vor unsere Augen. (bm)
     
  • Andrew P. Napolitano: Der amerikanische Polizeistaat ist angekommen
    (...)
    Ebenfalls in Minneapolis gab das Justizministerium kürzlich bekannt, dass es strafrechtliche Ermittlungen gegen den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, und den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, aufgenommen habe. Ihnen wird vorgeworfen, durch ihre Ermutigung zu Anti-ICE-Demonstrationen die Justiz behindert zu haben – wofür sie angeklagt, verfolgt und im Falle einer Verurteilung inhaftiert werden sollten.
    Letzte Woche durchsuchten FBI-Agenten das Haus der Washington Post-Reporterin Hannah Natanson in Washington, D.C. Sie beschlagnahmten sämtliche elektronischen Geräte. Natanson hatte an einer Geschichte über Bundes-Whistleblower gearbeitet, von denen 1.100 mit ihr kommuniziert hatten. Hausdurchsuchungen bei Journalisten sind nach Bundesrecht verboten, es sei denn, der Journalist ist in laufende Straftaten verwickelt – was die Bundesbehörden ausdrücklich verneint haben – oder es geht um die Rettung von Menschenleben; auch das war hier nicht der Fall. Dies war das Einschüchtern der Rede von Whistleblowern – in potenzierter Form.
    All diese Ereignisse bedeuten, dass die Regierung den Inhalt von Rede bewertet, entscheidet, was sie hasst oder fürchtet, und dann entweder die Sprecher einschüchtert oder sie strafrechtlich verfolgt. Der Erste Verfassungszusatz schützt das Recht, der Regierung zuzusehen und ihre Agenten zu filmen, sich zu versammeln und die Regierung zu beschimpfen und ihr zu sagen, sie solle verschwinden, angesichts staatlicher Anordnungen und Eingriffe zu schweigen, die Regierung zu untersuchen und sogar offen und unübersehbar zum zivilen Ungehorsam aufzurufen.
    Thomas Paine hätte all dies das Recht genannt, dem Tyrannen die Faust ins Gesicht zu recken. All diese Rechte entspringen unserer Menschlichkeit. Der Erste Verfassungszusatz gewährt sie nicht – er schirmt sie vor staatlicher Einmischung ab.
     
  • Michael Hollister: US-Krieg gegen die Drogen – oder wenn die CIA ruft „Haltet den Dieb“
    (...)   Schlussfolgerung: Der Dieb schreit „Haltet den Dieb“
    Der „War on Drugs“ war nie nur ein Krieg gegen Substanzen. Er war immer auch ein Narrativkrieg – ein Kampf um Deutungshoheit, moralische Überlegenheit und geopolitische Einflusszonen. Über Jahrzehnte hinweg wurde eine Geschichte erzählt, die gleichzeitig Schuldige definierte, Interventionen rechtfertigte und Kritik delegitimierte.
    Doch wer die Muster betrachtet, erkennt ein beunruhigendes Bild: Die lautesten Rufer gegen den Drogenhandel sitzen oft an den Hebeln der Macht, die seine Strukturen tolerieren, nutzen oder in Einzelfällen gar verdeckt mitsteuern. Die Rolle der CIA in den 1980er Jahren, die stille Duldung von Kartellgeldern im Bankensektor, das doppelte Spiel in Afghanistan – all das zeigt: Es geht nicht um Nulltoleranz. Es geht um Kontrolle.
    Wenn Donald Trump 2026 erneut mit harter Anti-Drogen-Rhetorik auftritt – während seine außenpolitischen Strategien auffällig mit Ressourcen- und Migrationsfragen in Lateinamerika verschränkt sind – dann wiederholt sich ein Muster, das weder mit Fakten noch mit echter Problemlösung zu tun hat, sondern mit einem geostrategischen Drehbuch, das längst geschrieben wurde.
    Die Schlussfolgerung ist so einfach wie brisant: Der War on Drugs ist kein Krieg gegen die Drogen. Er ist ein Krieg um Narrative, Einflusszonen und wirtschaftliche Kontrolle. Der War on Drugs legitimiert Maßnahmen, die unter anderen Umständen als Verstöße gegen Völkerrecht gelten würden. Und während der Dieb ruft „Haltet den Dieb!“, werden demokratische Standards leise untergraben.

    24.01.2026
  • Fassadenkratzer: Eine KI offenbart sich selbst: verdecktes Steuerungs-Instrument von Mensch und Gesellschaft — Kayvan Soufi-Siavash (Ken Jebsen) macht aufgrund eines „Gesprächs“ mit der Künstlichen Intelligenz „OpenAI“ geltend, durch geschickte Fragen das maschinelle Programm zur Offenbarung seiner einprogrammierten Absichten gezwungen zu haben. Er hat das „Gespräch“ unter dem Titel: „´KAA I` – im Würgegriff der digitalen Schlange“ am 20.8.2025 veröffentlicht. Es zeige sich, was die KI (engl. AI) leisten könne und was nicht. Sie fördere durch die Art ihrer Antworten wichtige Personen und Themen und benachteilige missliebige, so dass so bestimmte Meinungen erzeugt werden könnten. Sie nehme dem Menschen das Denken ab, so dass er und die Gesellschaft unbemerkt nach den einprogrammierten Methoden und Zielen von Hintergrund-Mächten gesteuert werden. Wir bringen das Transkript wesentlicher „Gesprächs“-Abschnitte. (hl)
    (Herbert Ludwig ist Betreiber des Fassadenkratzers; Kürzel: hl)
    Ken Jebsen – wir behalten seinen früheren Namen hier bei – weist in dem Text unter dem Video des mitgeschnittenen „Gespräches“ ausdrücklich darauf hin, dass es sich um keinen Artikel, keine Analyse, keinen Kommentar von ihm handele, sondern um das präzise Protokoll eines „Verhörs“, dem er gleichsam die KI unterzogen habe.
    Wesentliche „Gesprächs“-Abschnitte (Zwischen-Überschriften von mir, hl):
    Kayvan S-Siavash (Ken Jebsen) fragt. Chat antwortet:
    „KAA I“ – im Würgegriff der digitalen Schlange

    K. J.: (ab Min. 0:50) … Kann man künstliche Intelligenz künstlich machen?
    KI: Spannende Frage. Der Begriff künstliche Intelligenz ist eigentlich schon ein bisschen irreführend. Weil er so tut, als sei Intelligenz etwas, das man einfach nachbauen kann. Was wir in Wahrheit machen, ist eher ein kluges Simulieren bestimmter Muster. Aber ob das wirkliches Denken oder Verstehen ist, bleibt fraglich. Also ja, man kann etwas erzeugen, das intelligent wirkt, aber ob es wirklich Intelligenz ist, das ist die philosophische Streitfrage. 
    Weiterlesen lohnt sich! Ludwigs Kürzungen und Zwischenüberschriften sind hilfreich.
    Die letzten beiden Abschnitte finden sich auch in den Lesefrüchten.


    23.01.2026

  • Leon Wystrychowski: Genozidforschungsinstitut erhebt Vorwürfe gegen Deutschland Das international anerkannte Lemkin-Institut zur Verhütung von Völkermord hat scharfe Kritik an Deutschland geäußert. In einer Erklärung vom 13. Januar 2026 verurteilt es „die anhaltenden Bemühungen mehrerer hochrangiger deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen, den andauernden Völkermord in Gaza zu leugnen und unter deutschen politischen Entscheidungsträgern Desinformation und Leugnungsnarrative zu verbreiten“.
    Gleichzeitig wirft das Institut großen deutschen Medienkonzernen vor, „zum loyalsten Sprachrohr der israelischen Regierung“ geworden zu sein.


    22.01.2026

  • Fundstück in X
    Martin Sonneborn: MERZOSUR

    Falls Sie da drüben in Deutschland die Absicht hatten, noch verhasster zu werden, als Sie es ohnehin schon waren, dann ist F. Merz in diesem Moment genau der richtige Mann genau am richtigen Platz. (Aber auch nur dann.) Glückwunsch, Deutschland ist in Europa jetzt (fast) wieder so beliebt wie vor 85 Jahren.
    Hier weiterlesen


    21.01.2026

  • Anti-Spiegel: Trumps Strategie zur Sicherung der US-Vorherrschaft in der Welt
    Während westliche Medien immer noch behaupten, Donald Trump sei unberechenbar und sprunghaft, verfolgt Trump tatsächlich eine sehr durchdachte Strategie, mit der er die Vormachtstellung der USA in der Welt retten will. Und er setzt sie konsequent um.
    Nach nun fast einem Jahr Trump als US-Präsident wird langsam deutlich, mit welcher Strategie er die Vormachtstellung der USA in der Welt retten will. Ob seine Rechnung aufgeht, ist nicht Thema dieses Artikels, das wird die Zeit zeigen, aber Trumps Ziele werden deutlicher. Darum soll es in diesem Artikel gehen.
    Die USA verlieren die Vormachtstellung
    Dass die USA ihre Stellung als einzige Weltmacht, die sie nach dem Ende des Kalten Krieges innehatten, verloren haben, wird inzwischen nicht mehr bestritten. Die aufstrebenden Mächte Russland, China und andere sprechen davon, dass derzeit der Kampf um eine neue Weltordnung im Gange sei, an dessen Ende eine multipolare Weltordnung mit mehreren Machtzentren stehen werde, anstatt der unipolaren Weltordnung mit nur einer Weltmacht, die wir ab den 1990er Jahren erlebt haben.
    Noch nie in der Geschichte hat eine Weltmacht ihre Macht kampflos abgegeben (die einzige Ausnahme war die Sowjetunion), in der Geschichte waren die Übergänge von einer Weltordnung zur nächsten immer von Jahrzehnten der Kriege und Umwälzungen begleitet. Das geschah in den letzten Jahrhunderten etwa alle hundert Jahre.


    20.01.2026

  • Anti-Spiegel: Wie der Iran Elon Musks „Spielzeug“ lahmgelegt hat
    Die angeblich friedlichen Proteste im Iran waren nicht friedlich und sie waren keine iranische Bewegung. Sie waren ein aus dem Ausland gesteuerter Putschversuch, der in dem Moment endete, als es dem Iran gelang, Starlink abzuschalten. (...)
    Da deutsche Medien darüber nicht berichten, habe ich in russischen Medien nach einem Artikel gesucht, der die Geschichte kurz und verständlich erzählt. Ich bin fündig geworden und habe den Artikel übersetzt.
    Beginn der Übersetzung:
    Starlink hat fertig? Iran hat Elon Musks „Spielzeug“ lahmgelegt, haben Russland und China geholfen?

    Plötzlich brachen in Iran sämtliche Kommunikationswege zusammen. Internet, Mobiltelefone, sogar Festnetzanschlüsse. Doch am wichtigsten: Die Behörden konnten sogar die Starlink-Terminals blockieren. Genau diese Geräte wurden genutzt, um die Massenproteste im Land aus dem Ausland zu koordinieren, die schließlich in Pogrome und Gewalt eskalierten. (...)
     
  • NDS: Die Verachtung des Rechts: USA, Israel und der Zerfall der Weltordnung
    Die USA haben aktuell demonstriert, dass sie ganz unverhohlen auf das Völkerrecht pfeifen. Das veranlasste sogar den Bundespräsidenten, kurz nach dem Angriff auf Venezuela „die Respektlosigkeit gegenüber dem Völkerrecht und die Erosion der internationalen Ordnung“ zu beklagen, wenn auch ohne direkt auf den Angriff Bezug zu nehmen. Allenthalben ist man nun in Europa irritiert und „besorgt“. Aber dabei wird der andere Akteur vergessen, der mindestens genauso wie die US-Administration „die Respektlosigkeit gegenüber dem Völkerrecht und die Erosion der internationalen Ordnung“ befördert, nämlich Israel, und das nicht erst unter Netanjahu, eine Analyse von Professor Georg Auernheimer, Autor des Buchs Buch „Zweierlei Antisemitismus. Staatsräson vor universellen Menschenrechten?
    Quelle: etos.media
    dazu auch: Das Völkerrecht steht vor dem Zusammenbruch
    Die Völkerrechtsverstöße der USA werden von Deutschland und anderen EU-Staaten kritiklos geduldet oder gar offen gutgeheißen. (...)
    Quelle: Infosperber
     
  • Rainer Balcerowiak: Mit Volldampf in die Wohnungskatastrophe
    Vor einigen Tagen wurde eine weitere Studie mit dem Titel „Sozialer Wohn-Monitor 2026 – Wohnungsmarktsituation, Wohnungsbedarfe, sozialer Wohnungsbau” veröffentlicht, die sich auf der Basis detaillierter und auch regional aufgeschlüsselter Statistiken der Wohnungskrise vergleichsweise ganzheitlich widmet. Beauftragt wurde sie vom „Verbändebündnis Soziales Wohnen”, in dem sich u.a. der Deutsche Mieterbund, die IG BAU, die Caritas und mehrere Fachverbände der Bauindustrie zusammengeschlossen haben. Erstellt wurde sie vom Pestel-Institut, einem seit vielen Jahren etablierten wissenschaftlichen Dienstleister für Kommunen und Verbände. (...)
    So eindrucksvoll und hilfreich die Studie bei der umfassenden Analyse der Wohnraumkrise auch ist – bei den Lösungsvorschlägen entfernt sich das „Verbändebündnis Soziales Wohnen” kaum von der desaströsen marktwirtschaftlichen Grundkonstruktion: Mehr und schneller Geld für die Neubauförderung, verstärkter Ankauf von Belegungsrechten nach Wegfall der Sozialbindung von Wohnungen und darüber hinaus auch bei anderen Vermietern wie etwa großen, börsennotierten Immobilienkonzernen.
    Also letztendlich friedliche Koexistenz mit den Profiteuren der Wohnungskrise. Und kein Wort von weitgehenden, gesetzlichen Mietenregulierungen, oder der Kopplung jeglicher Förderung an die Schaffung dauerhaft preis- und belegungsgebundener Wohnungen. Ganz zu schweigen von einem ambitionierten Neubauprogramm, das unmittelbar vom Staat finanziert (und nicht temporär „gefördert”) und von den Kommunen realisiert wird. Oder gar der Vergesellschaftung der Bestände großer Wohnungsunternehmen, für die es in Berlin jetzt einen weiteren Anlauf gibt, nachdem ein diesbezüglicher erfolgreicher Volksentscheid im September 2021 vom Senat nicht umgesetzt wurde.
     
  • NDS: Das Statistische Bundesamt – ein Fall gewollten Staatsversagens?
    Unabhängige Statistik oder politisch gewollte Zahlentrickserei – diese Frage steht beim Blick auf das, was das Statistische Bundesamt der Öffentlichkeit vorlegt.
    Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast lautet ein dem früheren britischen Premier Winston Churchill zugeschriebenes Zitat. Und der deutsche Philosoph Michael Andrick prägte in der Corona-Krise den Satz: „Die Verfassung wurde vom gesamten Staatspersonal verraten, nicht nur von Politikern.“ Bildet man die Schnittmenge aus diesen beiden Aussagen, dann landet man unweigerlich beim Statistischen Bundesamt (destatis), einer staatlichen Behörde, die seit der Corona-Krise mehrfach mit fragwürdigen statistischen Manövern aufgefallen ist, und zwar zugunsten der jeweiligen Regierung und zulasten der Allgemeinheit.
    Quelle: Hintergrund


    16.01.2026

  • Tobias Riegel: Auch Scott Ritter wurden nun die Konten gekündigt – diese Praxis muss verboten werden (...) Der Fall Ritter ist ein weiteres Beispiel in einer ganzen Reihe von mutmaßlich politisch motivierten Kontokündigungen. Multipolar führt eine Chronik zu dieser skandalösen Praxis, bei der Andersdenkende bis ins Privatleben hinein für eine „falsche“ Meinung betraft werden. Einige dort aufgeführte Beispiele allein aus 2025: der Journalist Flavio von Witzleben, die Journalistin Aya Velázquez, der Journalist Hüseyin Dogru (als Folge von ebenso inakzeptablen EU-Sanktionen), der Mehring-Verlag, der Internet-Radiosender Kontrafunk, der Internetsender Apolut – und so weiter. Mutmaßlich folgt diese auf Einschüchterung ausgelegte Praxis, so wie auch die EU-Sanktionen unter anderem gegen Jacques Baud, dem Motto: „Bestrafe Einen, erziehe Hundert.“ (...)
    In einer Budestagsdebatte (nach einem Antrag der AfD De-Banking zu verbieten) äußerten sich Abgeordnete aller anderen Parteien haarstäubend, weil offensichtlich ohne Verständnis für die freiheitlichen Schutzrechte unserer Verfassung:
    Carsten Brodesser von der CDU sagte laut Multipolar in der Diskussion gar, dass Jeder, dem eine Geschäftsbeziehung gekündigt werde, sich zuerst selbst fragen sollte, was er zur Kündigung beigetragen hat. Die AfD hinterfrage jedoch nicht ihr Verhalten als „Täter“, sondern begebe sich lieber in die Rolle des „Opfers“. Für den Antrag der AfD gebe es daher von der CDU/CSU-Fraktion nur „Ablehnung und Fremdschämen“.(...)
    Der Abgeordnete Stefan Schmidt (Grüne) sagte, „keinem einzigen“ Menschen in Deutschland sei mit diesem Antrag der AfD geholfen. Es gehe der Partei nur darum, zu verhindern, dass weiteren „AfD-Politikern und -Organisationen“ die Konten gekündigt werden. (...)
    Die Abgeordnete Lisa Schubert (Linke) sagte, die AfD solle sich „wirklich mal überlegen“, was es heiße, wenn nicht einmal Banken mit der Partei Geschäfte machen wollen. Die AfD suche hier einen „Skandal, wo es keinen gibt“. (...)
    Und abermals sage ich: De-Banking ist grundgesetzwidrig, egal, wen es gerade trifft
    1. GG. 3.3. Niemand darf wegen ... seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. (...) 
    (Einem Wirt ist es z.B. verboten ein Schild an die Tür zu hängen: „Wir bedienen keine Schwarzen".)
    2. Hier und heute ist ein Leben (eine Existenz) ohne Konto nicht möglich. Also ist der Staat dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass jeder eins bekommen kann.
    Das müsste doch vor Gericht durchsetzbar sein !!!

    15.01.2026
  • Norbert Häring: Der Erfolg der Bargeldpetition reizt die „Zeit“ zu einem unausgegorenen Stück Gegenpropaganda 14. 01. 2026 | Die Zeit hat die Bemühungen von Hansjörg Stützle und Hakon von Holst um den Bargelderhalt mit einer langen Reportage geadelt. Über 300.000 Unterschriften unter seine Petition machte offenbar eine Attacke auf die Initiatoren nötig. Die Hinterhältigkeit, mit der ihre Positionen verfälscht werden, lässt darauf schließen, das ihre Argumente zu gut sind, um ehrlich und fair widerlegt zu werden.
    Zeit-Journalist Fabian Franke hat den Mitinitiator der Bargeldpetition an das Europäische Parlament und Betreiber der Netzseite Bargeldverbot.info, Hansjörg Stützle getroffen. Mit Mitinitiator Hakon von Holst hat er korrespondiert. Das Ergebnis ist eine längere Reportage über ihr Wirken. Schon der Vorspann zeigt, wohin die Reise geht: „Bargeldverfechter finden, am 50-Euro-Schein hänge unsere Freiheit. Und finden Zuspruch. Besonders von rechts.“


    13.01.2026

  • Maike Gosch: Daniel Günther und die Pressefreiheit
    Wenn ein amtierender Ministerpräsident Teile der Medienlandschaft öffentlich als „Feinde der Demokratie“ bezeichnet, lässt das die Alarmglocken schrillen. Die jüngsten Äußerungen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bei „Markus Lanz“ zur Pressefreiheit stehen exemplarisch für eine gefährliche Verschiebung im politischen Denken: weg vom Verständnis der Grundrechte als Schutz des Bürgers vor dem Staat – hin zu einem paternalistischen Verständnis, indem der Staat meint, die Demokratie vor ihren eigenen Bürgern und vor Kritik schützen zu müssen. (...)
    Was an Günthers Aussagen ist nun so problematisch, dass sie zu solch starken Reaktionen geführt haben und z.B. vom Journalisten und ehemaligen Kultus- und Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern Mathias Brodkorb (SPD) im Cicero als „ungeheuerlich“ bezeichnet wurden?
    Es ist aus meiner Sicht die gefährliche Selbstgewissheit von Politikern wie Günther, insbesondere drei Punkte für die Gesellschaft definieren zu können:
    Was ist Demokratie? Und wer gehört dazu?
    Die Tatsache, dass Günther glaubt, definieren zu dürfen, welche Meinungen und Medienportale „demokratisch“ seien, offenbart aus meiner Sicht sein problematisches Demokratieverständnis. Er glaubt, das Schutzgut unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sei die von ihm definierte „Demokratie“ (unter Ausschluss z.B. der AfD oder rechter Medienportale). Er hätte genauso gut sagen können: „Wir sind die Demokratie“ – im Sinne des absolutistischen Selbstverständnisses „l’état c’est moi“ (der Staat bin ich) – d.h. jeder Angriff auf mich oder uns „wirkliche Demokraten“ ist ein Angriff auf die Demokratie selbst. Kritik wird nicht mehr als demokratischer Widerspruch, sondern als Angriff auf die Demokratie selbst gedeutet.
    Daniel Günter ist in diesem Artikel eigentlich nicht wichtig — er ist hier nur ein Beispiel für leider sehr viele andere im Berliner Raumschiff abgehobene Politiker, die dem gleichen Irrtum verfallen sind.
     
  • Wolfgang Bittner: Die Fälschung der Geschichte und die Bedeutung der Kultur
    (...) Wenn wir in die Geschichtsbücher schauen, erfahren wir zumeist nur das, was wir erfahren dürfen und wissen sollen. Ein jüngeres Beispiel dafür ist die Darstellung des Ukraine-Konflikts. Angeblich hat er im Februar 2022 begonnen, als die russische Armee in das Nachbarland einmarschierte. Die Vorgeschichte wird verschwiegen, nach vorherrschender Meinung handelt es sich um einen unprovozierten „brutalen Angriffskrieg“, einen Überfall auf ein souveränes, demokratisch regiertes Land. 
    Nur beiläufig wird ein „Regierungswechsel“ erwähnt, der 2014 stattfand. In Wikipedia heißt es dazu: „Im Februar 2014 brach infolge der Annexion der Krim durch Russland und des Krieges im Donbas ein bis heute andauernder Konflikt zwischen beiden Ländern aus. Die Krim und Teile des Donbas befinden sich seither unter russischer Kontrolle. (…) Am 24. Februar 2022 begann der Überfall auf die Ukraine…“[1] 
    Dass es sich 2014 in Wirklichkeit um einen von ausländischen Kräften organisierten, lange vorbereiteten blutigen Putsch gehandelt hat, erfährt der Geschichtsbeflissene bestenfalls aus geächteten Büchern sowie den sogenannten alternativen Medien und deren Berichterstattung im Internet und bei YouTube, soweit das nicht als „Desinformation“ oder „Fakenews“ gelöscht wird. KI wird in erheblichem Maße dazu beitragen, die Weltgeschichte im Sinne fanatisch vertretener Meinungen und Ideologien zu fälschen.


    10.01.2026

     
  • Gerry Nolan: Von der Industriemacht zum Militärkeynesianismus: Deutschlands inszenierter Zusammenbruch Bundeskanzler Friedrich Merz räumt nun ein, dass sich „Teile der deutschen Wirtschaft in einer sehr kritischen Lage befinden“ und seine Regierung „nicht genug getan hat“. Diese Formulierung ist eine Ausflucht. Deutschland ist nicht in diesen Zusammenbruch hineingerutscht. Die Zahlen waren in Echtzeit sichtbar. Die Warnungen waren eindeutig. Und dennoch wurden selbstmörderische Entscheidungen getroffen.
    Beginnen wir mit der Energie, denn alles Weitere basiert darauf. (...)
     
  • Jochen Mitschka: „Jemand“ bewaffnet „Demonstranten“ im Iran
    Schon in den vorherigen Nächten gab es tote Polizisten durch Schüsse, aber es wurde heute Nacht noch schlimmer. Erschossene Polizisten und Demonstranten, brennende Moscheen, Geschäfte, Autos, jeweils von Gruppen, bestehend aus wenigen hundert Randalierern organisiert. Nachdem die iranischen Sicherheitskräfte an den Vortagen, angeblich nach Warnungen aus der Türkei, dutzende von bewaffneten Kurden nach dem Grenzübergang in einem Feuergefecht getötet hatten, schienen trotzdem weitere bewaffnete Kräfte ins Land eingesickert zu sein. Sie hatten sich offensichtlich unter die Demonstranten gemischt und tödliche „Erfolge“ erzielt.
    (...)
    Zusammenfassung
    Was passiert ist zu offensichtlich, um es zu übersehen. Wie in Syrien, wie auf dem Maidan in der Ukraine, wie in Libyen und vielen anderen Konflikten werden Agents Provocateur eingeschleust, die sowohl auf Demonstranten als auch Sicherheitskräfte schießen, Fahrzeuge und Gebäude in Brand setzen, und so eine noch härtere Antwort der jeweiligen Regierung erzwingen, die dann zu internationalem Eingreifen führen soll.  (Hervorhebung bm)


    09.01.2026

  • Norbert Häring: In Griechenland hat sich eine Bewegung gegen die digitale Entmenschlichung formiert 9. 01. 2026 | In Griechenland hat sich eine religiös inspirierte Bewegung gegen den „digitalen Totalitarismus“ namens „Exodus“ gebildet. Sie wendet sich mit dem Ziel der Wahrung der Menschenwürde gegen die verpflichtende digitalen Identität. Das Gründungsmanifest der Bewegung, das auch auf Deutsch vorliegt, warnt vor der Gefahr, dass wir von einem Der-Computer-sagt-nein-System zum Untertan von Programmierern gemacht werden:
    Exodus: Panhellenische Bewegung gegen den digitalen Totalitarismus
    Die verpflichtende Anordnung einer Personenkennziffer und eines digitalen Personalausweises für die griechischen Bürger konfrontiert uns mit einer historischen Verantwortung. Angesichts der großen Gefahr haben wir uns zu einer gemeinsamen Bewegung von Menschen guten Willens entschlossen, die sich durch Wachsamkeit, Besorgnis und letztlich durch die Ablehnung digitaler Kontrollmittel über die Bürger auszeichnet. (...)
     
  • Georg Auernheimer: Der Antisemitismusverdacht als Repressionsinstrument
    Wer heute in Deutschland die Politik Israels und den Genozid in Gaza kritisiert, sieht sich schnell mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert. Kaum ein politischer Begriff ist derzeit so aufgeladen, so umkämpft und zugleich so folgenreich wie dieser. Veranstaltungen werden abgesagt, Fördermittel gestrichen, Proteste verboten, oft mit dem Hinweis, man müsse Antisemitismus entschieden bekämpfen. Doch was genau ist damit gemeint? Und wo verläuft die Grenze zwischen Kritik an Israels Politik und der Diskriminierung von Jüdinnen und Juden? Prof. em. Dr. phil. Georg Auernheimer, der grade das Buch „Zweierlei Antisemitismus. Staatsräson vor universellen Menschenrechten?“ veröffentlichte, setzt sich mit dem Verständnis von Antisemitismus und politischen Repressionen auseinander. (Hervorhebung bm)


    08.01.2026

  • Aya Velázquez 
    Das ist die EU im Jahr 2026: Hüseyin Dogru, ein in Berlin lebender deutscher Journalist und Vater, der von der EU sanktioniert wurde, hat keinen Zugang mehr zu seinem Geld. Er kann für seine Familie, inklusive seiner zwei neugeborenen Babies, kein Essen mehr kaufen. Dogru darf nicht mehr aus Deutschland ausreisen, und er darf nicht mehr arbeiten. Auch wer ihm helfen möchte, verletzt damit das EU-Sanktionsregime. Möchte die EU, dass der Mann mitsamt seiner Familie verhungert?

    Die EU hat sich mit ihrem inhumanen Sanktionsregime endgültig selbst delegitimiert: Sie tritt ein in ein neofeudales Zeitalter, in dem sie je nach Gusto Bürgern Grundrechte gewähren oder entziehen kann - wie ein Feudalherr im Mittelalter. Sie spricht Menschen ohne Anhörung vor einem Richter für schuldig, entzieht ihnen die komplette Existenzgrundlage, macht sie zu "Unpersonen", und bietet keinen rechtssicheren Weg einer Anfechtung. Denn wird ein Verfahren gegen einen Sanktionsfall vor dem Europäischen Gerichtshof gewonnen, kann die EU anschließend dagegen in Revision gehen. Für die Betroffenen ist es ein jahrelanger, lebensbedrohlicher Albtraum ohne absehbares Ende.

    Das EU-Sanktionsregime verstößt gegen Grund- und Menschenrechte und gehört sofort abgeschafft. Mit ihm abgeschafft gehört das gesamte überstaatliche Elitenkonstrukt namens EU: Sie hat die Grundrechte ihrer Bürger bis hin zur Existenzvernichtung verletzt, und damit sogar gegen ihre eigene Charta verstoßen. Sie handelt nach eigenen Maßstäben illegal, und hat ihre Daseinsberechtigung irreversibel verspielt.

    Die EU muss weg.

    Das schreibt Aya und ich stimme ihr zu 100% zu. Hervorhebungen von mir  (bm). 


  • Norbert Häring: Der Bannstrahl der EU gegen kritische Publizisten geht auf einen NATO-Gipfelbeschluss von 2023 zurück 6. 01. 2026 | Die „Strategische Agenda“ der EU von 2024 enthält eine Kriegserklärung an EU- und NATO-kritische Publizisten, die kaum jemand bemerkt hat. Mit dieser Agenda setzte der EU-Rat die Vorgaben des NATO-Gipfels in Vilnius 2023 getreulich um. Das Ergebnis sind drastische Sanktionen gegen Publizisten wie Hüseyin Doğru, Alina Lipp, Thomas Röper und Jacques Baud. 


    07.01.2026

  • Sevim Dagdelen: Nächster Halt: Grönland
    Vom Kidnapping Maduros in Venezuela bis zu Trumps Annexionsplänen für Grönland: Die USA setzen offen auf Imperialismus – und stärken damit paradoxerweise ihre Gegner. Europa schaut tatenlos zu und verkommt als bloßer Brückenkopf Washingtons.
    Wie der US-Imperialismus die Gegenkräfte stärkt
    Die Europäer zeigen sich verwundert. Nachdem sie – etwa in der Haltung von Bundeskanzler Friedrich Merz – den völkerrechtswidrigen und unprovozierten Angriffskrieg der USA gegen Venezuela sowie die gewaltsame Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro mit der Einschätzung, „die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex“, zu rechtfertigen versuchten, drängt US-Präsident Donald Trump nun darauf, als Nächstes Grönland aus dem dänischen Staatsverbund zu lösen und zu annektieren. Die verdeckte Komplizenschaft der EU mit den USA erweist sich jedenfalls als nutzlos, falls sie eigentlich Schutz vor eben diesen USA bieten sollte.


    06.01.2026

    Wichtiger Artikel zur rechtlichen Einschätzung von falschen Tatsachenbehauptungen im Zusammenhang mit von der EU sanktionierten Publizisten
  • Norbert Häring: Welt verteidigt EU-Sanktionen gegen Publizisten, indem sie ein Verfassungsgerichtsurteil auf den Kopf stellt
    (...) Der wohl wichtigste Grundsatz der strategischen Kommunikation (aka: Kriegspropaganda) lautet: „Wir wollen keinen Krieg, der Gegner will ihn.“ Dafür, dass er diesen Glaubenssatz angezweifelt hat, wurde Jacques Baud sanktioniert. Und genau mit dieser unumstößlichen „Wahrheit“ beginnt die Ressortleiterin für Außenpolitik der Zeitung Die Welt, Caroline Turzer, ihren Artikel. Titel: „Es gibt kein Recht darauf, gefährlichen Unsinn zu verbreiten“.
    „Russland hat die Ukraine überfallen. Wladimir Putin will keinen Frieden.“ Nur auf Grundlage dieser „Fakten“ darf man ihrzufolge diskutieren. Die „Unwahrheit“, die Baud kein Recht habe zu verbreiten, lautet für sie, „dass Kiew den Krieg provoziert hätte“.
    Für ihr eigenwilliges Verständnis von Meinungs- und Pressefreiheit beruft sich Turzer auf einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 1982. Danach ist „insbesondere die erwiesen oder bewusst unwahre Tatsachenbehauptung“ nicht vom Grundrecht der Meinungsfreiheit geschützt. So weit, so richtig. Aber durch strategische Auslassung stellt sie die Aussage des Urteils auf den Kopf. (...)
     
  • US-Präsident Trump erklärte, er werde persönlich die Regierung Venezuelas übernehmen. Der US-Präsident Donald Trump erklärte, er beabsichtige, persönlich den Prozess der Regierungsführung  in Venezuela zu leiten. Trumps Meinung nach muss in dem Land zunächst "Ordnung geschaffen werden", und die Durchführung von Wahlen sei "derzeit nicht möglich". US-Präsident Trump erklärte, dass die Gruppe zur Regierungsführung in Venezuela aus dem US-Außenminister Marco Rubio, US-Kriegsminister Pete Hegseth, den Chef des Weißen Hauses / Trump-Administration Stephen Miller und US-Vizepräsident J.D. Vance bestehen werde. Auf die Frage der Journalisten, wer in diesem Team der Anführer sein werde, betonte Trump: "Ich". (Kein Witz!). Trump hat sich von allen demokratischen Fesseln befreit und präsentiert sich der Welt ohne Firlefantz als Diktator. Die UNO ist offensichtlich tot. 

    Nichts gegen eine gepflegte Verschwörungstheorie. Sehen wir sie uns einfach mal an:
  • Alexandra Nollok: Riesenhavarie wegen Kabelbrandes in Berlin: Wie plausibel ist die offizielle Erklärung? — Seit Tagen legt ein Stromausfall den Südwesten Berlins lahm. Grund sei ein Anschlag. Ein angebliches "Bekennerschreiben" einer "linksextremen Gruppe" liege vor, vermeldete die Polizei. Doch ist es plausibel, dass der Brand einer einzigen Kabelverbindung eine solche Havarie auslöst?
    Der Brand an einer einzigen Kabelbrücke hat ausgereicht für einen tagelangen Stromausfall im Berliner Südwesten. Bereits seit Samstagmorgen sitzen noch immer zehntausende Einwohner ohne Energie da. Die Hilfe vom Senat ist mangelhaft und kam viel zu spät. "Wie kann das sein?", fragt sich ein Autor der Berliner Zeitung. Er spricht von einem "totalen Staatsversagen" beim "Umgang mit der kritischen Infrastruktur". Die will Berlins Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU) nun "besser schützen". Doch ist das wirklich nur ein "Staatsversagen"? Kann das wirklich sein? 
    Beim Ausdruck "kritische Infrastruktur" dürfte es bei manchem klingeln: Vor einem knappen Jahr erst hatte die damals zwar schon abgewählte, aber noch nicht abgelöste alte Ampel-Regierung noch schnell ein 500-Milliarden-Schuldenpaket für eben jene "kritische Infrastruktur" beschlossen, um Deutschland "verteidigungsfähig" zu machen – also maßlos aufzurüsten.  
    Dass die Deutsche Bahn zu einer überteuerten Katastrophe verkommen ist, die fast mehr ausfällt, als dass sie fährt; dass die medizinische Versorgung kaum noch funktioniert und veraltete Wasser- und Stromleitungen vielerorts das Erdreich durchziehen, ist bekannt.
    Doch dass ein einziges zerstörtes Kabel ganze Berliner Stadtteile tagelang komplett vom Strom abschneiden und nicht ein wenig schneller repariert werden kann, wirft trotzdem Fragen auf.   PDF-Sicherung
     
  • Fred Schumacher: Venezuela: eine Kriegserklärung der USA an die ganze Welt!
    (Red.) Was die USA jetzt in Venezuela mit reiner Gewalt – und, wie vermutet wird, mit der Bestechung einflussreicher Leute – realisiert hat, ist deutlich mehr als ein regionales Ereignis. Die Welt – die ganze Welt, der Westen, die BRICS-Staaten, der Globale Süden – muss zur Kenntnis nehmen, dass der jetzige US-Präsident Donald Trump sich an keine Regeln hält, sondern einfach macht, was ihm gerade gefällt. Die wirtschaftlichen Interessen der USA rechtfertigen ihm jede Schandtat. Das muss als Warnung deshalb auch weltweit wahrgenommen werden. (cm)
    Der unprovozierte militärische Angriff von US Streitkräften auf Venezuela verbunden mit der terroristischen Aktion einer Entführung des Staatspräsidenten des Landes am Morgen des 3. Januar ist kein Ausrutscher einer ansonsten weltweit in Richtung Frieden orientierten Politik des US-Präsidenten. Letzteres lässt Donald Trump als Behauptung seit Beginn seiner zweiten Amtszeit wie eine Monstranz vor sich hertragen und strebt dabei, wie internationale Presseerzeugnisse immer wieder betonen, die Verleihung des Friedens-Nobelpreises an sich selbst an.
    Fakt ist demgegenüber: Schon am 8. Januar 2025, also vor einem Jahr, machte das Boulevardblatt  New York Post  die Titelseite mit einer Trump-Collage über seine Vision für die Hemisphäre auf: Kanada als 51. Staat der USA, Grönland als Teil der USA, Panama mit seinem Kanal ebenso und einer Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika. Unter Verwendung des Trump Vornamens Donald lautete die fette Überschrift The Donroe Doctrine.
     
  • Hinweise NDS: Zweierlei Maß: Wie deutsche Medien den US-Angriff auf Venezuela verharmlosen — Die USA überfallen einen souveränen Staat – und deutsche Medien verdammen den aggressiven Akt nicht. Der Fall zeigt, welche Doppelmoral im westlichen Medienlager vorherrscht. […]
    Es ist diese mediale Begleitung, die seit Jahren – zuletzt im Krieg in Gaza – einen Teil der Menschen hierzulande an die doppelten Standards gewöhnt, mit denen wir politisches und militärisches Handeln bewerten sollen. Dabei gilt die, freilich nicht ausgesprochene, Vorgabe: wenn die Verbündeten Verbrechen begehen, werden alle subtilen und weniger subtilen Mittel und Hebel der Relativierung in Gang gesetzt. Wird oder würde Gleiches oder Ähnliches vom Feind getan, werden und würden all die rhetorischen Werkzeuge hervorgeholt, die zur politischen, justiziellen und moralischen Verdammnis taugen. Man stelle sich nur einmal als Szenario vor, am Freitag hätten nicht die USA den venezolanischen Staatschef verhaftet, sondern China den taiwanesischen, mit (vorläufig) ähnlich überschaubaren Kollateralschäden von womöglich 80 Todesopfern. Und man stelle sich die gleichen Kollegen vom ÖRR, von Spiegel, FAZ und Tagesspiegel vor, wie sie einen solchen „Coup von Taipeh“ begleiten würden.
    Quelle: Berliner Zeitung 
    dazu: Trump kidnappt Maduro – und die Medien machen mit
    Drei Tage nach dem völkerrechtswidrigen US-Coup in Venezuela kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Alle machen mit – nicht nur die europäischen Politiker, sondern auch die deutschen Medien.
    Quelle: Lost in Europe

    05.01.2026
  • RT: Trump will Grönland annektieren – zum Schutz vor "russisch-chinesischer Bedrohung" 5 Jan. 2026 12:06 Uhr Dänemark sei unfähig, Grönland zu verwalten und vor russischen und chinesischen Bedrohungen zu schützen, erklärte US-Präsident Trump. Die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen fordert die USA dazu auf, keine Drohungen mehr gegen Länder des dänischen Königreichs auszusprechen.
    Die Maske des „Friedenspräsidenten“ ist zerbröselt.
      
    Fundstück im Opablog führt zu Scott Ritter (mit Sergej Karaganow):
  • Russias Dark Sage
    Sergei Karaganow ist kein Mann, mit dem man leichtfertig umgehen sollte. Als angesehener russischer Politikwissenschaftler steht er dem Rat für Außen- und Verteidigungspolitik vor und ist Dekan der Fakultät für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen an der Higher School of Economics in Moskau. (...)
    Nach dem Scheitern eines geplanten Gipfeltreffens zwischen Präsident Putin und dem US-Präsidenten Donald Trump in Budapest Ende Oktober letzten Jahres erklärte Karaganow, diese Entwicklung habe – zusammen mit der Verhängung von US-Sanktionen gegen große russische Ölkonzerne – seine seit Langem vertretene Auffassung bestätigt, dass den USA als Verhandlungspartner nicht zu trauen sei.
    „Jetzt haben wir ein klares Verständnis davon, dass wir mit keinem Trump irgendwelche Deals machen können, die Russland gerecht würden. Deshalb sollten wir gemäß unserem eigenen Szenario handeln – mit oder ohne Trump – und damit basta.“
    Ich habe dieser pauschalen Verurteilung der USA und der Trump-Administration widersprochen und mich dabei auf meine eigene Erfahrung als Waffeninspekteur bei der Umsetzung des INF-Vertrags (Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) von 1988 bis 1990 gestützt. Dieser Vertrag und das Handeln derjenigen, die ihn umsetzten, bewiesen meiner Ansicht nach, dass es eine Grundlage aus gutem Willen und Vertrauen gab, auf die man beim heutigen Umgang zwischen den USA und Russland hätte aufbauen können. 
    Die Maßnahmen der US-Regierung in der vergangenen Woche haben diese Vorstellungen jedoch eiskalt zunichtegemacht und sie als naiv und unrealistisch entlarvt (maschinelle Übersetzung, PDF-Sicherung hier). Es folgt eine sehr plausible Beschreibung der US-Strategie: höchst empfehlenswerter Artikel! 


    04.01.2026

  • Pascal Lottaz: Das extralegale Sanktionsregime der EU
    Die Sanktionen der EU gegen ihre eigenen Bürger und Einwohner sind eine schreckliche Entwicklung in Richtung einer totalitären Zukunft. Ihre extralegale Natur verleiht ihnen ihre Kraft. – Der Versuch einer Erklärung.
    Für viele von uns in der alternativen Medienwelt war es ein Schock, als die EU am 15. Dezember den angesehenen Analysten, politischen Kommentator und ehemaligen Oberst der Schweizer Armee Jacques Baud auf ihre Sanktionsliste gegen Russland setzte. Er war einer von mehreren neu sanktionierten Personen (neben beispielsweise dem beliebten französischen Journalisten Xavier Moreau). Baud ist bereits der zweite Schweizer, gegen den Sanktionen verhängt wurden. Im Juni 2025 gab die EU bekannt, dass Nathalie Yamb, eine schweizerisch-kamerunische Aktivistin gegen Neokolonialismus, sanktioniert werde. 
    Auf der Sanktionsliste der EU zu stehen, ist für die betroffenen Personen ein verheerendes Ereignis, insbesondere wenn sie in einem EU-Land oder einem eng verbundenen Staat wie der Schweiz, Norwegen oder dem Vereinigten Königreich leben. Das bedeutet, dass Banken ihre Konten einfrieren, Kreditunternehmen ihre Karten sperren, sie keine Verträge mit EU-verbundenen Unternehmen oder Privatpersonen abschließen dürfen und kein Unternehmen in der EU mit ihnen Geschäfte machen darf, was ihnen theoretisch sogar den Kauf von Brot und anderen Lebensnotwendigkeiten unmöglich macht. Darüber hinaus werden viele internationale Unternehmen alle ihre Dienstleistungen für sie einstellen, darunter auch E-Mail-Anbieter, Social-Media-Plattformen usw. Selbst Schweizer Banken sperren oder kündigen Konten aus Angst, dass sie in Schwierigkeiten geraten könnten, wenn sie sich nicht an die EU-Vorschriften halten. Ich habe kürzlich zwei sanktionierte Personen interviewt, Nathalie Yamb und Hüsseyin Dogru, und ihre Aussagen sind herzzerreißend. Eine ebenso erschütternde Schilderung von Jacques Baud findet man im jüngsten Interview mit ihm auf Nima Alkhorshids Kanal „Dialogue Works”. Nathalie hat auch das folgende kurze Video gepostet, in dem sie einen Überblick über die Tortur gibt ... (...)
    (Red.) Zum Originalartikel auf pascallottaz.substack.com in englischer Sprache.
    Sehr gut recherchierte und m.E. bisher beste Analyse des EU-Sanktionsregimes. 
    Lesen Sie unbedingt die Analyse des Rechtskonstrukts im Mittelteil ab „Sind Sanktionen gegen EU-Bürger und -Einwohner illegal? Die dort ausgebreitete Rechtsfalle erinnert an den US-Antikriegsfilm Catch-22. 
    In den Lesefrüchten finden Sie einen Ausschnitt vom Schluss des Artikels: 
    „Die Waffen nach innen richten“.

     
  • Norbert Häring: Welt verteidigt EU-Sanktionen gegen Publizisten, indem sie ein Verfassungsgerichtsurteil auf den Kopf stellt
    Die Ressortleiterin für Außenpolitik der Welt hat die mittelalterlich anmutenden EU-Sanktionen gegen unliebsame Publizisten verteidigt. Sie behauptet fälschlich, laut Bundesverfassungsgericht stünde das Verbreiten von Unsinn nicht unter dem Schutz der Meinungsfreiheit.
    Der wohl wichtigste Grundsatz der strategischen Kommunikation (aka: Kriegspropaganda) lautet: „Wir wollen keinen Krieg, der Gegner will ihn.“ Dafür, dass er diesen Glaubenssatz angezweifelt hat, wurde Jacques Baud sanktioniert. Und genau mit dieser unumstößlichen „Wahrheit“ beginnt die Ressortleiterin für Außenpolitik der Zeitung Die Welt, Caroline Turzer, ihren Artikel. Titel: „Es gibt kein Recht darauf, gefährlichen Unsinn zu verbreiten“.
    „Russland hat die Ukraine überfallen. Wladimir Putin will keinen Frieden.“ Nur auf Grundlage dieser „Fakten“ darf man ihrzufolge diskutieren. Die „Unwahrheit“, die Baud kein Recht habe zu verbreiten, lautet für sie, „dass Kiew den Krieg provoziert hätte“.

    03.01.2026

  • DRN Deutsch-Russische-Nachrichten: Deutschland hat seine modernste Kohleverarbeitungsanlage im Wert von 3 Milliarden Euro abgerissen 
    Das Kohlekraftwerk Moorburg wurde erst vor sechs Jahren gebaut. Der Bau kostete 3 Milliarden Euro und die Kapazität der Station betrug 1650 MW. Trotz der jüngsten Modernisierung hat die Regierung beschlossen, sie zu schließen, um zu «grüner Energie» und «Klimarettung» zu wechseln.
    Jetzt sieht die Struktur der deutschen Energieerzeugung so aus: 33% sind Windenergie, 14% sind Solarenergie, 40% sind fossile Brennstoffe. Die Schließung von Moorburg verschärft die Probleme des Stromnetzes: Die Strompreise des Landes sind doppelt so hoch wie in Frankreich. Zum Ausgleich wird ein Teil der Energie importiert – aus Frankreich kommt die Atomkraft, aus Polen die Kohle.
    Kritiker bezeichnen Moorburg als »Denkmal der Ideologie über die Wirtschaft" und weisen darauf hin, dass die Entscheidung, die moderne Station zu vernichten, dem gesunden Menschenverstand und der ökonomischen Logik widerspricht. Befürworter halten die Schließung aber für einen »schmerzhaften, aber notwendigen Schritt", um auf erneuerbare Energien umzusteigen.
    Während Europa seine modernen Kapazitäten für den «grünen Übergang» zerbricht, baut China pro Woche zwei Kohlekraftwerke, steigert die Energieproduktion und stärkt die Wirtschaft.

    02.01.2026
  • Norbert Häring: Die Klimapropaganda des Deutschen Wetterdienstes schlägt neue Kapriolen Das Wetter im Jahr 2025 war erholsam für Hitzeempfindliche und der Klimapropaganda Überdrüssige. Nach der Hitze 2023 und 2024 und dem Begleit-Trommelfeuer der öffentlich-rechtlichen Medien, war es dieses Jahr zu kühl für unablässige Hitzeberichte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) umschifft dieses Problem für seine Klimapropaganda kunstvoll. 
    (...) 
    Der Wetterdienst beharrt hartnäckig auf der Lüge, dass der Zeitraum 1961 bis 1990 die „international gültige Referenzperiode“ sei, um Temperaturvergleiche anzustellen. Verglichen mit dieser sehr lange zurückliegenden Kälteperiode war 2025 tatsächlich fast zwei Grad „zu warm“. Verglichen mit der tatsächlich international gültigen Referenzperiode 1991 bis 2020 waren es nur 0,8 Grad. 
    Nicht nur beim Vergleich zu dem oder den Vorjahren macht der DWD eine Erwähnung davon abhängig, ob dieser Vergleich Erwärmung anzeigt oder Abkühlung.

     

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